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27.10.2014

Staats- und Regierungschefs beschließen neue Schritte gegen Jugendarbeitslosigkei

Zum dritten EU-Beschäftigungsgipfel für Jugendliche haben sich die europäischen Staats- und Regierungschefs am 8. Oktober in Mailand getroffen. Gemeinsam besprachen sie künftige Maßnahmen und Investitionen, die den fünf Millionen arbeitslosen EU-Bürgern zwischen 15 und 24 Jahren helfen sollen.

Die Teilnehmenden beschlossen, verteilt auf zwei Jahre 6 Milliarden Euro in Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit zu investieren; dazu kommen 60 Milliarden Euro aus dem EU-Sozialfonds (ESF) und von der europäischen Investitionsbank (EIB). Mit den Geldern sollen beispielsweise Trainingsprogramme konzipiert und die Gründung von Unternehmen gefördert werden. Des Weiteren sollen kleine und mittelständische Betriebe, die Lehrlinge einstellen, finanzielle Unterstützung erhalten. Ziel ist es, den Jugendlichen in Europa eine neue Perspektive zu geben und im Rahmen der Jugendgarantie eine Arbeitsstelle, einen Ausbildungsplatz, ein Praktikum oder eine passende Fortbildung zu vermitteln.

Damit dies eingehalten werden kann, sind laut Ansicht der Staats- und Regierungschefs nicht nur finanzielle Hilfen, sondern auch maßgeschneiderte Strategien für die einzelnen EU-Staaten vonnöten. „Ohne echte Reformen werden wir kein nachhaltiges Wachstum und keine Arbeitsplätze schaffen“, betonte Jyrki Katainen, der designierte Vizepräsident der EU-Kommission.

In den südeuropäischen EU-Ländern, die besonders von der Wirtschaftskrise betroffen sind, ist die Jugendarbeitslosigkeitsquote am höchsten. Mit fast 54 Prozent vermeldet Spanien derzeit die höchsten Werte, gefolgt von Griechenland und Italien. Insgesamt ist der Anteil der jugendlichen Arbeitslosen in Europa mit über 20 Prozent doppelt so hoch wie der der Gesamtbevölkerung.

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