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28.08.2018

Rekordbeteiligung an EU-Umfrage zur Zeitumstellung

Bei der EU-Umfrage zu einer möglichen Abschaffung der Sommerzeit sind nach Angaben der Europäischen Kommission mehr als 4,6 Millionen Antworten eingegangen. Dies sei im Vergleich zu anderen öffentlichen Befragungen ein Rekord, sagte ein Sprecher in Brüssel. Das Ergebnis werde in den kommenden Wochen veröffentlicht.

Sechs Wochen lang konnten die EU-Bürger in einem Online-Fragebogen angeben, ob die Zeitumstellung abgeschafft werden sollte und wenn ja, ob sie die Sommerzeit oder die Winterzeit bevorzugen. Sie konnten dort auch ihre persönlichen Erfahrungen mit der Zeitumstellung schildern.

Die Resonanz war so groß, dass in den ersten Tagen die Internetseite mit der Umfrage nicht erreichbar war. Allein in den ersten drei Tagen wurden mehr als 500.000 Online-Fragebögen ausgefüllt.

Derzeit überprüft die Kommission die EU-Direktive zur Sommerzeit. Die Umfrage ist allerdings nur ein Teil der Bewertung und kein Referendum. Falls die Kommission beschließt, dass die Zeitumstellung abgeschafft werden soll, kann sie dem Europäischen Parlament ein entsprechendes Gesetz vorschlagen. Dem müssten dann die Abgeordneten und die EU-Mitgliedstaaten zustimmen.

Die Zeitumstellung in ihrer heutigen Form wurde in Deutschland 1980 eingeführt. Seit 1996 stellen die Menschen in allen Ländern der EU die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor. Am letzten Sonntag im Oktober werden die Uhren wieder eine Stunde zurück gestellt. Die Zeitumstellung soll Energie sparen. Der Nutzen ist allerdings umstritten: Das Umweltbundesamt hat zwar festgestellt, dass die Menschen seltener abends das Licht einschalten. Dafür wird in den Morgenstunden mehr geheizt.

Hier können Sie die geltende Direktive zur Sommerzeit nachlesen.

Die EU-Kommission befragt regelmäßig die Bürger der Europäischen Union zu verschiedenen Themen. Hier gelangen Sie zu den Bürgerumfragen der EU-Kommission.

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