Aktuelles


04.11.2014

Planung für neue EU-Plattform gegen Schwarzarbeit kommt voran

Eine neue Plattform zur Vorbeugung und Bekämpfung nicht angemeldeter Erwerbstätigkeit soll schon bald Arbeitsbedingungen und Arbeitsqualität in der EU verbessern. Dies ist eines der Ergebnisse des Ratstreffens der EU-Arbeits- und Sozialminister vom 16. Oktober in Luxemburg. Bei dem Treffen wurde die generelle Ausrichtung der Plattform besprochen.

Die Arbeitsminister wollen mit der Plattform die Zusammenarbeit der Behörden auf EU-Ebene bei der Prävention und Abschreckung von Schwarzarbeit besser und effektiver gestalten. Darüber hinaus soll sie die Eingliederung in den Arbeitsmarkt und die soziale Inklusion fördern. Auch die Öffentlichkeit soll für die Problematik sensibilisiert werden.

Alle EU-Mitgliedstaaten sollen an der Plattform mitwirken, da Schwarzarbeit ein grenzüberschreitendes Problem ist. Die Mitarbeit ist auch besonders für die Staaten wichtig, in denen das Thema bisher nur sporadisch und unkoordiniert diskutiert wird.

László Andor, EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, lobte die Einigung der Minister. Andor betonte, wie wichtig die Bekämpfung von Schwarzarbeit sei: „Durch nicht angemeldete Erwerbstätigkeit wird Arbeitnehmern ein angemessener Sozialschutz vorenthalten. Ihre Gesundheit und Sicherheit werden gefährdet und die Arbeitsstandards gedrückt. Zudem untergräbt sie den fairen Wettbewerb zwischen Unternehmen und gefährdet die Nachhaltigkeit von öffentlichen Finanzen und Systemen der sozialen Sicherheit. Letztendlich gibt es dabei nur Verlierer.“

Bei einer Umfrage von Eurobarometer im Jahr 2013 gaben 11 Prozent der Befragten an, im Jahr zuvor für Waren oder Dienstleistungen von Schwarzarbeitern bezahlt zu haben. 4 Prozent gaben zu, einer nicht angemeldeten Beschäftigung nachzugehen. Bei einer Anhörung der EU-Kommission von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern Mitte 2013 sprachen diese sich für eine Maßnahme auf EU-Ebene aus. Diese engere Zusammenarbeit zwischen den EU-Staaten soll schon bald durch die neue Plattform erreicht werden.

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