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Aktuelles

05.10.2017

Pilotprojekt zu längeren Auslandspraktika für Auszubildende gestartet

Die Europäische Kommission hat Mittel für sieben Pilotprojekte bereitgestellt, um Auszubildenden längerfristige Auslandsaufenthalte zu ermöglichen.

Dabei werden versuchsweise Aufenthalte von mindestens sechs Monaten Dauer getestet. Bei den in diesem Jahr gestarteten Pilotprojekten werden 238 Auszubildende für sechs bis zwölf Monate in ein anderes EU-Land vermittelt. Auf diese Weise sollen vorbildliche Verfahren entwickelt und zugleich festgestellt werden, welche Schwierigkeiten es im Zusammenhang mit längeren Ausbildungsaufenthalten im Ausland noch gibt. Derzeit sind bereits 100 Auszubildende in ähnliche Projekte eingebunden.

Insgesamt sind 21 EU-Mitgliedstaaten beteiligt. Die Projekte betreffen Ausbildungen in zahlreichen Berufen und Branchen, wie Tourismus, Gastronomie, Gesundheitsversorgung, Handel und Logistik, IT, Marketing, Bauwesen, Metallbau, Elektronik oder Landwirtschaft.

Die EU-Kommission will längere und intensivere Ausbildungsaufenthalte von jungen Menschen in der Berufsbildung im Ausland fördern. Dieser Zielgruppe sollen mehr Langzeitaufenthalte in einem anderen Land angeboten werden, um mit den so gewonnenen Erfahrungen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.

Bis 2020 ist geplant, mit den jetzigen Pilotprojekten und der 2018 beginnenden neuen Initiative ErasmusPro bis zu 50.000 Lernenden in der Berufsbildung einen längeren Auslandsaufenthalt zu ermöglichen.

Bereits jetzt erhalten rund 650.000 junge Menschen in der Berufsbildung im Rahmen von Erasmus+ eine finanzielle Förderung für einen Auslandsaufenthalt. Dieser kann zwischen zwei Wochen bis zu zwölf Monaten dauern. Doch trotz der Vorteile solcher Langzeitpraktika nutzt weniger als ein Prozent der Zielgruppe die Möglichkeit, für länger als sechs Monate zur Berufsausbildung in ein anderes EU-Land zu gehen.

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