Aktuelles


17.06.2014

Neuer strategischer Rahmen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz auf der Arbeit veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat Anfang Juni einen neuen strategischen Rahmen für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2014-2020 vorgestellt. Die rund 217 Millionen Arbeitnehmer in der EU sollen so besser vor arbeitsbedingten Unfällen und Erkrankungen geschützt werden.

Die EU-Kommission sieht drei wichtige Herausforderungen: Die geltenden Rechtsvorschriften über Sicherheit und Gesundheitsschutz müssen besser umgesetzt werden, die Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen muss verbessert und das Altern der Erwerbsbevölkerung in der EU beachtet werden.

Diese Herausforderungen sollen mit Maßnahmen zur Verwirklichung von sieben Zielen bewältigt werden. Die Kommission schlägt beispielsweise vor, Klein- und Kleinstunternehmen mit praktischen und technischen Hilfsmitteln (zum Beispiel Online-Instrumenten) zu unterstützen, damit sie die Vorschriften besser einhalten können. Zudem plädiert die EU-Kommission dafür, bestehende Rechtsvorschriften zu vereinfachen, damit unnötiger Verwaltungsaufwand beseitigt wird – gleichzeitig soll ein hohes Niveau für Sicherheit und Gesundheitsschutz gegeben sein. Auch eine bessere Koordinierung mit internationalen Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könne nach Ansicht der Kommission zur Reduzierung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sowie zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen weltweit beitragen.

Die Durchführung der Maßnahmen sollen Instrumente wie sozialer Dialog, Sensibilisierung, Durchsetzung von EU-Recht, Synergien mit anderen Politikbereichen wie Gesundheit und Bildung sowie EU-Fonds unterstützen.

Der neue strategische Rahmen stützt sich auf die EU-Strategie für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz 2007-2012, die den Wert eines solchen Rahmens bestätigen konnte: Die Zahl der Arbeitsunfälle, die zu Fehlzeiten von mehr als drei Tagen führten, sanken in der EU um 27,9 Prozent. Außerdem gab die Strategie einen gemeinsamen Koordinierungsrahmen vor und zeigte eine gemeinsame Richtung auf. Infolgedessen verfolgen inzwischen 27 Mitgliedstaaten eigene Strategien für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, um die Situation für die Arbeitnehmer in ihrem Land zu verbessern.

Informationen von der EU-Kommission zum Thema Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz finden Sie hier.

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