Aktuelles


29.11.2013

Neue Zahlen zu den europäischen Sozialausgaben veröffentlicht

Die Ausgaben für soziale Sicherung im Jahr 2011 beliefen sich im EU-Durchschnitt auf 29,1 Prozent des BIP. Diese und weitere Zahlen hat Eurostat, das statistische Amt der Europäischen Union, am 21. November 2013 veröffentlicht.

Zwischen den Mitgliedstaaten der EU werden in der Statistik große Unterschiede sichtbar: Während Dänemark mit 34,3 Prozent des BIP für die soziale Sicherung am meisten ausgibt, beläuft sich der Anteil in Polen auf nur 19,2 Prozent. Insgesamt geben sechs Länder 30 Prozent oder mehr für den Sozialschutz aus, acht Länder unter 20 Prozent. Deutschland liegt mit 29,4 Prozent im Mittelfeld. Diese Zahlen verdeutlichen die Unterschiede zwischen den Lebensstandards in den einzelnen EU-Staaten, aber auch die Vielfalt der nationalen sozialen Systeme sowie spezielle demografische, wirtschaftliche, soziale und institutionelle Strukturen.

Hauptfinanzierungsquellen für den Sozialschutz waren in der EU-28 staatliche Zuschüsse aus Steuereinnahmen (40 Prozent) und Sozialbeiträge (56 Prozent).

Das meiste Geld gaben im Jahr 2011 fast alle EU-Staaten für Alters- und Hinterbliebenenleistungen aus – im Durchschnitt rund 46 Prozent der Sozialschutzausgaben; Leistungen für Krankheit und Invalidität lagen mit rund 37 Prozent auf Platz 2. Der Anteil für den Bereich Wohnen und soziale Notlagen war mit rund 4 Prozent am geringsten.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist der EU-Durchschnitt der Sozialausgaben gesunken. 2008 und 2009 waren die Ausgaben für Sozialschutz wegen der Wirtschaftskrise auf bis zu 29,7 Prozent gestiegen. 2010 deutete sich der Rückgang mit 29,4 Prozent bereits an, bis er 2011 schließlich bei 29,1 Prozent lag.

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