Sozialkompass Europa Soziale Sicherheit in Europa im Vergleich

Aktuelles

26.10.2017

Neue Regeln gegen Lohndumping in der EU

Arbeitnehmer, die von ihrer Firma zur Arbeit in ein anderes Land der Europäischen Union geschickt werden, sollen künftig grundsätzlich denselben Lohn erhalten wie ihre dortigen einheimischen Kollegen. Das sieht eine Reform der sogenannten Entsenderichtlinie vor. Darauf einigte sich die Mehrheit der EU-Sozialminister bei einem Treffen in Luxemburg.

Der gefundene Kompromiss sieht zudem vor, dass Entsendungen in der Regel höchstens zwölf Monate dauern dürfen und nur in bestimmten Ausnahmefällen 18 Monate. Für das Transportgewerbe sollen die neuen Bestimmungen vorerst noch nicht gelten.

Ziel der Reform ist es, Beschäftigte besser vor Lohn- und Sozialdumping zu schützen. Die derzeit geltende Entsenderichtlinie von 1996 legt zwar Mindeststandards für diese Beschäftigten fest, etwa die Zahlung des in dem jeweiligen Land geltenden Mindestlohns. Doch erhalten sie oft nicht ortsübliche Gehaltsbestandteile wie Zulagen, Prämien oder Schlechtwettergeld.

Nach Angaben der EU-Kommission verdienen entsandte Arbeitnehmer derzeit oft nur halb so viel wie einheimische Beschäftigte. Dies soll die Reform nun ändern. Von den Regeln sind in der gesamten Europäischen Union Millionen Arbeitnehmer betroffen. Das Europäische Parlament muss dem Entwurf noch zustimmen.

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