Aktuelles


01.10.2014

Neue Leitinitiative soll mehr duale Ausbildungsplätze in der EU schaffen

In der vergangenen Woche präsentierte Martha Schultz, Vizepräsidentin des europäischen Wirtschaftskammerndachverbands EUROCHAMBRES, in Brüssel eine neue Leitinitiative für die Lehrlingsausbildung. Mit dem Maßnahmenpaket soll eine Steigerung der dualen Ausbildungsplätze in der EU erreicht werden. Ziel ist es, dass bis zum Jahr 2020 rund 50 Prozent der jungen Menschen gleichzeitig in der Schule und am Arbeitsplatz einen Beruf erlernen.

Konkret sind fünf Maßnahmen enthalten; beispielsweise sollen die EU-Staaten bei der Umsetzung der Länderspezifischen Empfehlungen vom Europäischen Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (CEDEFOP) begleitet werden. Auch soll die bestehende Europäische Ausbildungsallianz den Informations- und Erfahrungsaustausch unter den relevanten Stakeholdern verbessern. „Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Wirtschaftskammern in Europa Verantwortung in der Berufsausbildung wahrnehmen, um ein erfolgreiches Funktionieren von dualen Ausbildungssystemen zu ermöglichen“, betonte Martha Schultz. Bei der Finanzierung von Maßnahmen sollen geeignete Mittel aus Förderprogrammen wie Erasmus+ und dem Europäischen Sozialfonds helfen.

Die Präsentation fand im Rahmen einer von EUROCHAMBRES organisierten Diskussionsveranstaltung statt. Das Maßnahmenpaket wurde rund 40 EU-Entscheidungsträgern und Stakeholdern vorgestellt. Hintergrund der Leitinitiative ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen EU-Staaten. Nur ein Drittel der Jugendlichen absolvieren eine Berufsausbildung; lediglich 3 Prozent der 15- bis 29-Jährigen werden in einem dualen System oder einem ähnlichen Rahmen ausgebildet.

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