Aktuelles


09.03.2017

Mindestlöhne in der EU weiter angehoben

In fast allen der 22 EU-Staaten mit einem Mindestlohn ist dieser zum Jahreswechsel oder bereits 2016 deutlich gestiegen. Allein in Griechenland gab es aufgrund der Sparmaßnahmen keine Erhöhung.

Auch in Deutschland ist der Mindestlohn zum Jahresbeginn angehoben worden, und zwar von brutto 8,50 € auf 8,84 € pro Stunde. Das entspricht einem Plus von 4 %, berichtet das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. Der Mindestlohn liegt in den westlichen EU-Staaten im Durchschnitt bei 9,25 €. Die Steigerung beträgt EU-weit durchschnittlich 5 %. Nicht nur nominal sind diese Erhöhungen die stärksten seit 2007: Aufgrund der aktuell niedrigen Inflation kommt bei den meisten Beziehern von Mindestlohn in der Europäischen Union auch real mehr Geld an.

Der höchste Mindestlohn wird mit 11,27 € in Luxemburg gezahlt. Danach folgen Frankreich, die Niederlande, Belgien und Irland, dann Deutschland mit 8,84 €. Der deutsche Mindestlohn entspricht 43 % des durchschnittlichen Stundenlohns in Deutschland.

Im Mittelfeld befinden sich EU-Staaten mit Mindestlöhnen zwischen 3 € und 5 €. Slowenien liegt mit 4,65 € an der Spitze, gefolgt von den südeuropäischen Mitgliedsländern Spanien, Malta und Portugal und schließlich Griechenland
mit 3,35 €.

Bei den EU-Staaten mit Mindestlöhnen unter 3 € führt Estland mit einem Mindestlohn von 2,78 €. Danach folgen die anderen mittel- und osteuropäischen Staaten bis hin zu Lettland mit einem Mindestlohn von 2,25 €. In Rumänien und Bulgarien werden 1,65 € beziehungsweise 1,42 € pro Stunde gezahlt. In den meisten dieser EU-Staaten sind die Mindestlöhne deutlich angehoben worden, mit Steigerungsraten zwischen 5 % bis zu 19 %. Die unterschiedliche Höhe des Mindestlohns in den einzelnen EU-Staaten spiegelt auch die unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten wider.

Den Bericht des WSI können Sie hier nachlesen.

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