Aktuelles


06.09.2016

Kosovaren sollen Visumfreiheit bekommen

Der Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres des Europäischen Parlaments hat die Aufhebung der Visumspflicht für Bürger des Kosovo für Reisen in den Schengen-Raum grundsätzlich bewilligt. Dabei geht es um Kurzaufenthalte von bis zu 90 Tagen innerhalb eines 180-Tage-Zeitraums.

Voraussetzung ist aber, dass die Regierung des Kosovo vorher das Grenzabkommen mit Montenegro unterzeichnet. Erst dann hat das Land alle 95 Bedingungen erfüllt, damit die Visumpflicht abgeschafft werden kann.

Im nächsten Schritt müssen dann das Plenum des Europa-Parlaments und der Europäische Rat der Abschaffung zustimmen. Danach können Kosovaren für Kurzaufenthalte von bis zu 90 Tagen visumfrei in alle EU-Mitgliedstaaten – ausgenommen das Vereinigte Königreich und Irland – sowie in die vier assoziierten Schengen-Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz reisen. Dafür benötigen sie allerdings einen biometrischen Pass.

Deutschland, Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, die Schweiz, die Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik und Ungarn sind dem Schengener Abkommen beigetreten. Daher gelten sie als “Schengener Staaten”. Wer ein gültiges Schengenvisum in seinem Reisepass vermerkt hat, darf sich im gesamten Schengenraum bis zu 90 Tage lang pro Zeitraum von 180 Tagen aufhalten.

Ein biometrischer Pass enthält einen speziellen Speicherchip. Auf diesem sind die Personendaten, das Passfoto und die Fingerabdrücke des Passinhabers gespeichert. Diese biometrischen Merkmale im Chip können maschinell geprüft werden. Damit ist eindeutig feststellbar, ob ein Pass und eine Person wirklich zusammengehören.

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