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Aktuelles

20.05.2015

Gesetzliche Renten steigen im Sommer

Die etwa 20 Millionen Rentner bekommen ab diesem Sommer höhere Bezüge. Dazu hat das Bundeskabinett die neue Verordnung zur Bestimmung des Rentenwerts beschlossen. Nun muss noch der Bundesrat zustimmen, damit die gesetzlichen Renten zum 1. Juli 2015 erhöht werden.

In den alten Bundesländern soll die Erhöhung 2,1 Prozent betragen und in den neuen 2,5 Prozent. Damit würde der aktuelle Rentenwert in den neuen Bundesländern auf 92,6 Prozent des Westwerts steigen. Bisher lag der Wert bei 92,2 Prozent.

Die Rentenanpassung erfolgt auf Grundlage der Lohnentwicklung in Deutschland. In den alten Bundesländern beträgt die für die Rentenanpassung maßgebliche Lohnsteigerung 2,08 Prozent, in den neuen Ländern 2,5 Prozent. Diese Werte basieren auf den Daten des Statistischen Bundesamts. Bei der Berechnung werden die sogenannten Ein-Euro-Jobs außer Acht gelassen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die beitragspflichtige Entgeltentwicklung der Versicherten. Diese ist für die Einnahmesituation der gesetzlichen Rentenversicherung entscheidend.

Der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor wirkt sich dieses Jahr nicht spürbar auf die Anpassung aus. Er berücksichtigt die Entwicklung des zahlenmäßigen Verhältnisses von Rentenbeziehenden zu Beitragszahlenden. Der Faktor lag lediglich bei + 0,01 Prozentpunkten. Auch der Faktor Altersvorsorgeaufwendungen wirkt sich in diesem Jahr nicht auf die Rentenanpassung aus.

Insgesamt wird der aktuelle Rentenwert von gegenwärtig 28,61 Euro auf 29,21 Euro in den alten Bundesländern beziehungsweise in den neuen Ländern von 26,39 Euro auf 27,05 Euro erhöht.

Weiterführende Informationen zu den Altersrenten in allen EU-Ländern finden Sie in der Datenbank Sozialkompass Europa in der Rubrik „Alter“.

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