Aktuelles


11.03.2014

Frauen verdienen noch immer deutlich weniger Geld als Männer

In der Europäischen Union gibt es trotz des Grundsatzes „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ weiter erhebliche Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen in allen Wirtschaftszweigen. Wie in den Vorjahren verdienen Frauen durchschnittlich 16,4 Prozent weniger pro Stunde als ihre männlichen Kollegen. Das geht aus den von der EU-Kommission in Brüssel veröffentlichten jüngsten Zahlen für 2012 hervor.

Zuvor hatte dieser Wert noch bei über 17 Prozent gelegen. Eine stetige Verbesserung lässt sich allerdings beispielsweise in Dänemark, Österreich und Zypern beobachten. Doch in Ländern wie Bulgarien, Spanien und Ungarn wächst das geschlechtsspezifische Gefälle bei der Bezahlung weiter. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, hat die EU-Kommission 2011 den „Europäischen Tag der Lohngleichheit“ („Equal Pay Day“) eingeführt. Diesmal fand er am 28. Februar statt – an dem Tag im Jahr 2014, bis zu dem Frauen in der EU gewissermaßen „unentgeltlich“ gearbeitet haben.

Laut der EU-Kommission wird die Lohngleichheit durch verschiedene Faktoren eingeschränkt, zum Beispiel durch die mangelnde Transparenz von Entgeltsystemen und die fehlende Rechtssicherheit bei der Definition von gleichwertiger Arbeit. Auch müssten Arbeiter besser über ihre Möglichkeiten zur Klage gegen ungerechte Entlohnung informiert werden. Dies stellte die Kommission in ihrem Bericht von Dezember 2013 über die Umsetzung der EU-Rechtsvorschriften zur Gleichbehandlung von Männern und Frauen in Arbeits- und Beschäftigungsfragen fest.

Bereits seit 1957 ist das Prinzip der Lohngleichheit in den Verträgen der EU verankert. Neben der stetigen Überwachung der Umsetzung der Rechtsvorschriften geht die EU-Kommission mit verschiedenen Maßnahmen gegen das Lohngefälle vor: Die Finanzierung von Initiativen, länderspezifische Empfehlungen im Rahmen des Europäischen Semesters, der Austausch bewährter Verfahren („best practice“) einiger Länder und weitere Maßnahmen sollen bei der Beseitigung des Lohngefälles helfen.

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