Aktuelles


19.12.2014

FEAD-Programme für sechs EU-Länder genehmigt

Die Europäische Kommission hat die Operationellen Programme aus sechs EU-Staaten für den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen genehmigt.

Damit stehen für den Förderzeitraum 2014 bis 2020 der Tschechischen Republik, Zypern, Ungarn, Italien, Malta und der Slowakei insgesamt 850 Millionen Euro zur Verfügung. Damit sollen in diesen Ländern Hilfsmaßnahmen für Menschen unterstützt werden, die von extremster Armut bzw. sozialer Ausgrenzung betroffen sind. Mit 670 Millionen Euro erhält Italien die höchste Unterstützung.

Der Europäische Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen, (FEAD – Fund for European Aidtothe Most Deprived) will die sozial schwächsten Gruppen in der EU bei den ersten Schritten aus Armut und sozialer Ausgrenzung unterstützen. Dabei geht es aber nicht um finanzielle Hilfe. Vielmehr werden Einzelpersonen, Familien, Haushalte und Personengruppen mit Nahrungsmitteln, Kleidung und weiteren Gütern des persönlichen Bedarfs wie beispielsweise Schuhen, Shampoo oder Seife unterstützt. Diese Aktionen sind an Maßnahmen zur sozialen Eingliederung wie Beratung und Unterstützung geknüpft, um den betroffenen Menschen bei der Überwindung von Armut zu helfen.

Um die schlimmsten Formen der Armut abzuschwächen, stehen dem Fonds insgesamt 3,8 Milliarden Euro zur Verfügung. Zu den EU-Mitteln trägt der jeweilige Mitgliedstaat eine Ko-Finanzierung von mindestens 15 Prozent bei. Außerdem erstellt er ein Programm, in dem beschrieben wird, wem die Hilfen zugute kommen soll, welche Maßnahmen geplant sind und wie diese umgesetzt werden sollen. Auf diese Weise kann gezielt auf die Situation im jeweiligen Land eingegangen werden.

So steuert beispielsweise Italien zu den EU-Hilfen in Höhe von 670 Millionen Euro weitere 118 Millionen Euro aus eigenen Mitteln bei. Mit dem Geld sollen bedürftige Menschen kostenlos Lebensmittel erhalten (60 Prozent der Gesamtsumme), Kinder in benachteiligten Familien mit Schulbedarf und Ausrüstung versorgt (30 Prozent der Gesamtsumme) und obdachlose Menschen unterstützt werden.

Die Tschechische Republik erhält 23,3 Millionen Euro (ergänzt durch eigene Mittel in Höhe von 4 Millionen Euro) für Hilfen für Familien mit Kindern, Menschen in ernster sozialer Notlage und Menschen, die obdachlos sind oder es zu werden drohen.

Zypern erhält 3,9 Millionen Euro (ergänzt durch eigene Mittel in Höhe von rund 700.000 Euro) für Kleidung und Schultaschen für besonders bedürftige Schüler an öffentlichen Schulen.

Ungarn erhält 93,8 Millionen Euro (ergänzt durch eigene Mittel in Höhe von 16,6 Millionen Euro) für Lebensmittel und materielle Unterstützung für Kinder aus armen Familien, Obdachlose sowie Menschen mit Behinderungen und/oder ältere Menschen mit geringem Einkommen.

Malta erhält knapp 4 Millionen Euro (ergänzt durch eigene Mittel in Höhe von 600.000 Euro) für Lebensmittelhilfe für die Haushalte mit den geringsten Einkommen.

Die Slowakei erhält 55,1 Millionen Euro (ergänzt durch eigene Mittel in Höhe von 7,7 Millionen Euro) für Lebensmittel und grundlegende materielle Hilfen für Obdachlose und für bedürftige Haushalte, die Sozialhilfe beziehen.

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