Aktuelles


26.01.2016

Europäischer Berufsausweis macht grenzüberschreitendes Arbeiten leichter

Für bestimmte Berufe ist es seit dem 18. Januar leichter, auch in einem anderen EU-Land zu arbeiten. Mithilfe des Europäischen Berufsausweises können jetzt Krankenpflegepersonal, Apotheker, Physiotherapeuten, Bergführer und Immobilienmakler ihre Qualifikation für einen Job im EU-Ausland nachweisen.

Diese Berufsgruppen können das Verfahren nutzen, wenn sie sich in einem anderen EU-Land niederlassen wollen oder ihre Arbeit vorübergehend und gelegentlich in einem anderen Mitgliedstaat ausüben möchten.

Der europäische Berufsausweis soll die Mobilität von Fachkräften innerhalb der EU fördern und die Anerkennung der vorhandenen Qualifikationen einfacher machen. Dabei ist der Europäische Berufsausweis ein elektronisches Verfahren zwischen den EU-Mitgliedstaaten, um untereinander Berufsqualifikationen anzuerkennen. Es handelt sich also nicht um einen physischen Ausweis. Er ist ein elektronischer Nachweis darüber, dass alle notwendigen Kontrollen erfolgt sind, das Aufnahmeland die Qualifikation anerkennt oder dass die Voraussetzungen erfüllt sind, vorübergehend in einem anderen EU-Land Dienstleistungen zu erbringen.

Die Ausstellung ist einfacher, schneller und transparenter als die herkömmlichen Verfahren. Der Antrag kann online verfolgt werden. Bereits hochgeladene Unterlagen lassen sich dann bei neuen Anträgen für andere Länder wiederverwenden.

Derzeit können Krankenschwestern und Krankenpfleger für allgemeine Pflege, Apotheker, Physiotherapeuten, Immobilienmakler und Bergführer den Europäischen Berufsausweis beantragen. Fachkräfte mit einem anderen Beruf müssen für die Anerkennung ihrer Berufsqualifikation nach wie vor das bisherige Verfahren nutzen. Wenn sich der Europäische Berufsausweis bewährt, soll es ihn auch für andere interessierte Berufsgruppen geben.

Bergführer beispielsweise standen bisher vor dem Problem, dass sie bei ihrer Arbeit oft Landesgrenzen überschreiten müssen. Diese grenzüberschreitende Mobilität ist jedoch eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Ausübung ihres Berufs. Denn unterschiedliche Länder haben verschiedene Regelungen. So müsste sich ein Bergführer vor jeder Führung im Ausland eigentlich extra anmelden.

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