Aktuelles


15.05.2017

EU will Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen verbessern

Wichtige Produkte und Dienstleistungen des Alltags müssen künftig in der Europäischen Union für Menschen mit Behinderungen zugänglich gemacht werden. Dazu zählen etwa Telefone, Geld- und Ticketautomaten und Fernsehgeräte oder Bankdienstleitungen und der elektronische Handel. Aber auch Betriebssysteme, Internetseiten und Dienstleistungen für mobile Geräte wie Smartphones sollen zugänglicher werden.

Einen entsprechenden Richtlinien-Entwurf der EU-Kommission hat jetzt der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments angenommen. Bei der Umsetzung sollen nach dem Willen von Parlament und Kommission Zugänglichkeit und praktischer Nutzwert der Funktionen für Menschen mit Behinderungen Vorrang haben. Deshalb werden in den Anforderungen an Hersteller und Anbieter keine technischen Details vorgegeben.

Verbessert werden soll auch die Barrierefreiheit der bebauten Umwelt, also die Zugänglichkeit öffentlicher Gebäude und Anlagen, in denen Dienstleistungen erbracht werden. Dies betrifft auch die Verkehrsinfrastruktur, wie zum Beispiel Bahnhöfe oder Flughäfen.

Die betroffenen Produkte und Dienstleistungen wurden nach einer Befragung von Bürgern, Organisationen der Zivilgesellschaft und Unternehmen ausgewählt. In einem nächsten Schritt beraten die zuständigen EU-Minister über den Richtlinienentwurf.

Aktuell leben in der EU etwa 80 Millionen Menschen mit Behinderungen. Im Jahr 2020 werden es voraussichtlich 120 Millionen sein.

Die ausführliche englischsprachige Information des Europäischen Parlaments können Sie hier nachlesen.

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