Aktuelles


25.04.2016

EU-Staatsausgaben 2014: Soziale Sicherung liegt vorn

Soziale Sicherung und Gesundheitswesen waren auch 2014 die Bereiche, die den größten Posten im Haushalt der EU-Staaten ausmachten. Fast ein Fünftel des EU-Bruttoinlandsprodukts (BIP) entfiel im Jahr 2014 dabei allein auf den Bereich der sozialen Sicherung, wie das Statistische Amt der EU Eurostat meldet.

Eurostat hat die Zahlen zu den EU-Staatsausgaben im Jahr 2014 nach ihren Hauptaufgabenbereichen untergliedert und veröffentlicht. Die EU-Staaten Finnland, Frankreich, Dänemark, Österreich, Italien, Schweden, Griechenland und die Slowakei gaben demnach mindestens 20 Prozent des BIP für den Bereich soziale Sicherung aus; im Durchschnitt wendeten die EU-Staaten 19,5 Prozent auf. Finnland lag mit 25,4 Prozent an der Spitze, Rumänien bildete mit 11,4 Prozent das Schlusslicht. Deutschland lag mit Ausgaben in Höhe von 18,8 Prozent des BIP (rund 548 Milliarden Euro) ebenfalls weit vorne. Nur in Zypern stellte die soziale Sicherheit nicht den größten Ausgabenbereich da: Dort wurde wegen der Rekapitalisierung einer Bank am meisten für die allgemeine öffentliche Verwaltung ausgegeben.

Unter den Bereich der sozialen Sicherung fallen hauptsächlich die Ausgabengruppen „Krankheit und Erwerbsunfähigkeit“, „Alter“, „Hinterbliebene“, „Familie und Kinder“ und „Arbeitslosigkeit“. Die meisten Staatsausgaben wurden 2014 für die soziale Sicherung der EU-Bürger im Alter getätigt, beispielsweise für Renten. Griechenland gab hier mit 15,4 Prozent am meisten aus und Irland mit 3,7 Prozent des BIP am wenigsten. In Deutschland betrug der Ausgabenanteil für „Alter“ 9,1 Prozent, womit die Bundesrepublik fast den EU-weiten Durchschnitt von 10,3 Prozent erreichte.

Der Hauptaufgabenbereich mit dem zweitgrößten Ausgabenvolumen war mit durchschnittlich 7,2 Prozent des BIP das Gesundheitswesen. In Dänemark, Finnland, Frankreich, Belgien und den Niederlanden betrug der Ausgabenanteil in diesem Bereich im Jahr 2014 jeweils rund 8 Prozent; Deutschland lag mit 7,2 Prozent genau im Durchschnitt. Im Vergleich dazu gaben die Slowakei mit 1,9 Prozent des BIP und Zypern mit 2,7 Prozent deutlich weniger für das Gesundheitswesen aus.

Detaillierte Informationen zu den Leistungen der sozialen Sicherungssysteme in allen EU-Staaten finden Sie in der Datenbank „Sozialkompass Europa“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Hier können Sie die Veröffentlichungen von Eurostat zum Thema abrufen.

« Zurück zur Übersichtsseite

Aktuelles zum sozialen Europa

Die Datenbank “Sozialkompass Europa” bietet auf ihrer Website jetzt auch aktuelle News und Informationen zum Thema soziale Sicherung in der EU. Außerdem finden Sie wöchentlich online Neues rund um den Sozialkompass Europa. Diese Infos können Sie mit einem Newsreader lesen oder in Ihr Weblog einbinden.

Aktuelles abonnieren

Wenn Sie das Newsangebot des Sozialkompass Europa regelmäßig lesen möchten, können Sie es im Internet-Nachrichtenformat RSS (Really Simple Syndication) kostenlos erhalten. Klicken Sie dazu auf den unten stehenden Button und folgen Sie den weiteren Hinweisen. Detaillierte Informationen zum RSS-Feed des BMAS und den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.

RSS Feed abonnieren RSS Feed abonnieren