Aktuelles


26.03.2017

EU-Staaten wollen Integration der EU vertiefen

Die Staats- und Regierungschefs der verbleibenden 27 EU-Mitgliedsstaaten haben sich auf ihrem Sondergipfeltreffen in der italienischen Hauptstadt zur Zukunft der Europäischen Union bekannt. Anlässlich des 60. Jubiläums der Römischen Verträge verabschiedeten sie eine „Erklärung von Rom”. Darin heißt es, die EU solle durch noch mehr Einheit und Solidarität untereinander und die Achtung gemeinsamer Regeln stärker und widerstandsfähiger werden.

In Rom hatten am 25. März 1957 Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland die Römischen Verträge unterzeichnet. Damit gründeten sie die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, eine Vorläuferin der EU.

Zum künftigen Kurs der Gemeinschaft erklärten die 27 Staats- und Regierungschefs in Rom: „Wir werden gemeinsam – wenn nötig mit unterschiedlicher Gangart und Intensität – handeln, während wir uns in dieselbe Richtung bewegen.“ Als wichtigste aktuelle Aufgabe nannten sie die Verpflichtung, ein sicheres und geschütztes Europa zu schaffen, in dem sich alle Bürgerinnen und Bürger sicher fühlen und frei bewegen können und die Außengrenzen gesichert sind.

Zugleich versprechen die Staats- und Regierungschefs, sich stärker für ein soziales Europa einzusetzen. Die Union müsse auf der Grundlage nachhaltigen Wachstums den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt sowie Zusammenhalt und Annäherung fördern. Dabei solle sie der Unterschiedlichkeit der nationalen Systeme Rechnung tragen. Die Union müsse die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie die Rechte und die Chancengleichheit aller voranbringen und Arbeitslosigkeit, Diskriminierung, soziale Ausgrenzung und Armut bekämpfen. Dazu gehöre auch, jungen Menschen die beste Bildung und Ausbildung zu ermöglichen, sodass sie auf dem gesamten Kontinent studieren und Arbeit finden könnten.

Nach der Erklärung von Rom gehört es auch zu den gemeinsamen Zielen der EU-Mitgliedstaaten, ein wohlhabendes und nachhaltiges Europa zu schaffen, das Wachstum generiere, Arbeitsplätze schaffe und stärker werde. Dazu gehöre es nicht nur, neue Partnerschaften aufzubauen und zu fördern, sondern ebenso, für ein friedliches Zusammenleben mehr Verantwortung zu übernehmen. Die britische Premierministerin Theresa May hatte wegen des angekündigten Austrittsgesuchs nicht an den Feierlichkeiten in der italienischen Hauptstadt teilgenommen.

Den Wortlaut der Erklärung von Rom vom 25. März 2017 können Sie hier in deutscher Sprache lesen und herunterladen.

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