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Aktuelles

13.02.2015

EU-Kommission will Vorfinanzierung für Jugendbeschäftigungsprojekte erhöhen

2015 sollen die 20 EU-Staaten mit der höchsten Jugendarbeitslosigkeit 1 Milliarde Euro als Vorfinanzierung für Programme im Rahmen der Beschäftigungsinitiative für junge Menschen erhalten. Mit diesen Mitteln können mehrjährige Projekte, die die jungen Menschen schnell in Arbeit oder Ausbildung bringen sollen, schneller starten. Diesen Vorschlag legte die EU-Kommission jetzt vor. Von dieser Erhöhung der Vorfinanzierung auf bis zu 30 Prozent könnten bis zu 650.000 junge Menschen profitieren.

Momentan werden nur bis zu 22.000 junge Menschen durch die Vorfinanzierung von Beschäftigungsprojekten gefördert. Wenn das Europäische Parlament und der Rat den Vorschlag der Kommission für die Erhöhung annehmen, können neue Unterstützungsmaßnahmen sofort beginnen. Marianne Thyssen, EU-Kommissarin für Beschäftigung, Soziales, Qualifikationen und Arbeitskräftemobilität, sagte in Brüssel: „Unsere Jugend braucht Jobs, und sie braucht sie jetzt. Dadurch, dass wir mehr Mittel zu einem früheren Zeitpunkt bereitstellen, können wir mehr jungen Menschen zu einem Arbeitsplatz verhelfen.”

Die 20 Mitgliedstaaten, die Mittel aus der Initiative erhalten, können Programme zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit genehmigen lassen. Sofort danach können sie dann Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Beschäftigungsinitiative erhalten. Diese müssen sie den Projektbegünstigten als Vorschuss zur Verfügung stellen. Es wird streng überwacht, dass die EU-Staaten diese Regelung einhalten.

Alle EU-Mitgliedstaaten haben sich dazu verpflichtet, die sogenannte Jugendgarantie umzusetzen. Danach müssen junge Menschen unter 25 Jahren, die ihre Schullaufbahn beendet haben oder arbeitslos geworden sind, innerhalb von vier Monaten ein qualifiziertes Arbeitsangebot erhalten. Dieses kann ein Arbeitsplatz, ein Ausbildungsplatz oder ein Praktikum sein. In einzelnen Regionen der Europäischen Union liegt die Jugendarbeitslosigkeit derzeit bei über 25 Prozent.

Informationen, welche Leistungen es in den 28 EU-Staaten für Menschen gibt, die ihre Arbeit verlieren oder keine Arbeit haben, können Sie in der Datenbank „Sozialkompass Europa“ (www.sozialkompass.eu) in den Rubriken „Arbeitslosigkeit“ und „Soziale Notlagen“ finden.

Informationen zum ESF-Modellprogramm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ erhalten Sie unter http://www.esf.de/portal/generator/21736/justiq.html .

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