Aktuelles


21.09.2016

EU-Kommission will Europäisches Solidaritätskorps schaffen

Für Hilfsdienste in Krisensituationen will die Europäische Kommission ein EU-Solidaritätskorps einrichten. Darin sollen junge Menschen unter 30 Jahren aus der gesamten EU als Freiwillige in Krisensituationen Hilfe leisten. Für ihre Einsätze erhalten sie eine finanzielle Unterstützung.

Das Europäische Solidaritätskorps soll nach Angaben von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bis Ende dieses Jahres eingerichtet werden. Er hoffe, dass bis 2020 rund 100.000 junge Menschen an den Hilfsaktionen teilnehmen, erklärte Juncker. Als erster Schritt wird ein Portal im Internet eingerichtet, über das sich Freiwillige melden können.

Das Europäische Solidaritätskorps soll beispielsweise beim Wiederaufbau nach Naturkatastrophen helfen. Rettungseinsätze sind allerdings ausgeschlossen. Möglich ist es aber auch etwa, zeitweise in den verschiedenen sozialen Projekten mitzuarbeiten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können laut der EU-Kommission auf diese Weise neue Fähigkeiten oder eine andere Sprache erlernen, was ihnen bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung helfen kann. Besondere Bewerbungsbedingungen gibt es nicht. Wer sich als Freiwilliger meldet, kann sich entweder im eigenen Land oder in einem anderen EU-Mitgliedstaat engagieren.

Die Hilfseinsätze sollen zwischen zwei Monaten und einem Jahr dauern. Außerdem gibt es auch bezahlte Jobs für mindestens vier Monate. Denjenigen, die als Freiwillige angenommen werden, erhalten kostenlos Essen, Unterkunft und Reisetickets sowie ein Taschengeld. Wer sich als Angestellter, Trainee oder Lehrling am Korps beteiligt, bekommt ein Gehalt oder eine finanzielle Unterstützung, um während des Einsatzes seinen Lebensunterhalt oder Reisekosten zu bestreiten.

Weitere Infos finden Sie hier.

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