Aktuelles


27.08.2014

EU-Kommission schlägt Hilfe für entlassene spanische Metallarbeiter vor

Spanien soll rund 1 Million Euro aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) erhalten. Mit den Geldern sollen 300 Personen unterstützt werden, die ihren Arbeitsplatz in der Metallindustrie in der Comunidad Valenciana (Autonome Gemeinschaft Valencia) verloren haben. Dem Vorschlag der Europäischen Kommission in Brüssel müssen EU-Parlament und -Ministerrat müssen noch zustimmen.

Die durch den EGF mitfinanzierten Maßnahmen sollen die Arbeitsuchenden beispielsweise durch Stellenvermittlung, Beratung, Umschulungen, berufliche Bildung und finanzielle Hilfen und Anreize unterstützen. Der EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, László Andor, bezeichnet die Fördergelder als „Zeichen der Solidarität der EU mit denjenigen, die ihren Arbeitsplatz durch die Wirtschafts- und Finanzkrise verloren haben“. Er sei zuversichtlich, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen den entlassenen Arbeitnehmern helfen würden, eine neue Stelle zu finden.

Das Maßnahmenpaket wurde mit insgesamt 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Der EGF würde 60 Prozent dieser Kosten übernehmen.

Spanien hatte diese Hilfe beantragt, nachdem 142 Metallwarenproduzenten in der Autonomen Gemeinschaft Valencia zahlreiche Mitarbeiter entlassen hatten. Aufgrund der Wirtschaftskrise war die Nachfrage vieler Industriezweigen nach Metall eingebrochen. Bereits seit Mai 2011 ist eine stetig sinkende Industrieproduktion in Spanien zu beobachten; der durchschnittliche Industrieproduktionsindex lag im Jahr 2013 etwa auf dem Niveau von 1994. Infolgedessen kam es zu Beschäftigungsrückgänge von 24 Prozent in der gesamten Industrie; in der Metallbranche sank die Beschäftigung um 35 Prozent.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hatte bereits vor mehreren Jahren die Einrichtung eines Fonds vorgeschlagen, der krisenanfälligen Branchen und gering qualifizierten Arbeitskräften bei der Anpassung an den Handel mit Ländern außerhalb der EU unterstützen sollte. 2007 nahm der Europäische Fonds für die Anpassung an die Globalisierung schließlich seine Arbeit auf. Seitdem wurde der Anwendungsbereich des EGF erweitert: Aufgrund der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise entlassene Arbeitskräfte, befristet Beschäftigte, Selbständige und bis 2017 auch junge Arbeitslose können momentan Förderungen aus dem EGF erhalten.

Mit dem EGF können Maßnahmen durchgeführt werden, die eine schnelle Vermittlung zum Ziel haben oder die Beschäftigungsfähigkeit der Betroffenen steigern. Auch Jugendliche in Regionen mit sehr hoher Jugendarbeitslosigkeit können durch den EGF unterstützt werden. Weitere Informationen finden Sie hier.

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