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15.08.2016

EU-Kommission schlägt EGF-Hilfen für entlassene Microsoft-Mitarbeiter in Finnland vor

Finnland soll nach dem Willen der Europäischen Union mehr als 1.400 ehemalige Beschäftigte von Microsoft mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) bei der Arbeitssuche unterstützen. Insgesamt sollen dafür 5,3 Millionen Euro bereitgestellt werden.

Die finnische Regierung hat nach der Entlassung von insgesamt 2.161 Beschäftigten bei Microsoft und mehreren Zuliefererfirmen Unterstützung aus dem EGF beantragt. Der Software-Konzern hatte den Arbeitnehmern gekündigt, weil der Marktanteil der Telefone des Unternehmens mit Microsoft-Betriebssystem international stark zurückgegangen war. Die durch den EGF mitfinanzierten Maßnahmen sollen den 1.441 am stärksten benachteiligten Beschäftigten helfen, einen neuen Job zu finden.

So sollen sie unter anderem individuelle Beratung erhalten oder einen anderen Beruf erlernen können und dafür Beihilfen erhalten. Weiter können sie Unterstützung bekommen, wenn sie sich mit einem eigenen Unternehmen selbständig machen wollen. Möglich sind auch Beiträge zu Umzugskosten.

Insgesamt werden die Kosten für all diese Maßnahmen auf fast 8,9 Millionen Euro geschätzt. Davon würde der EGF 5,3 Millionen Euro bereitstellen. Das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat müssen dem Vorschlag der Kommission noch zustimmen.

Der von der Europäischen Union finanzierte EGF soll Arbeitnehmern helfen, die aufgrund von Verwerfungen im Welthandel oder infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Beschäftigung verlieren. Die EGF-Hilfen zielen in der Regel auf Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit ab und auf Menschen, deren Suche nach einer neuen Arbeit durch schwierige Voraussetzungen erschwert wird.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales informiert Sie hier über den EGF.

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