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Aktuelles

05.06.2014

EU fordert Lockerung beruflicher Einschränkungen von Österreich

Die EU-Kommission hat Empfehlungen an Österreich ausgesprochen, die Vorteile für Unternehmen und Einzelpersonen schaffen sollen: In den Bereichen Beruf und Wettbewerbsfähigkeit seien auf Regierungsebene verschiedene „erhebliche Hindernisse“ identifiziert worden.

Die EU-Kommission kritisiert beispielsweise Österreichs strenge Regelungen bei der Zugänglichkeit bestimmter Berufe. Die Anforderungen seien oft zu hoch oder unverhältnismäßig, erklärte ein Sprecher der Vertretung der EU-Kommission in Wien. Als Beispiel nannte er Beschränkungen für Floristen.

Die EU fordert in ihren Empfehlungen außerdem von der Regierung, den Gebietsschutz für Apotheken zu überdenken und die Gründung von interdisziplinären Dienstleistungsunternehmen zu vereinfachen. Mit entsprechenden Maßnahmen könnten beispielsweise Notare und Wirtschaftsprüfer ohne große Hürden gemeinsam ihre Dienste anbieten. Dies habe die österreichische Regierung aber – trotz Zusage – noch nicht umgesetzt.

Die EU-Kommission setzt sich verstärkt für Arbeitnehmer ein und gibt Empfehlungen für die Mitgliedsländer heraus. Seit Mai können sich Fachkräfte einfach und schnell online informieren, in welchem EU-Land ihr Beruf anerkannt werden kann bzw. wo er ein sogenannter reglementierter Beruf ist. Reglementierte Berufe unterliegen einem bestimmten Ausbildungsnachweis oder sie sind durch eine Berufsbezeichnung geschützt (z. B. Apotheker oder Architekt).

Hier kommen Sie zur interaktiven Karte der reglementierten Berufe in der EU:

http://ec.europa.eu/internal_market/qualifications/regprof/index.cfm?action=map

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