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Aktuelles

29.08.2014

EU-Fördermittel sollen bulgarische Wirtschaft ankurbeln

Die EU-Kommission hat mit der Regierung in Sofia ein Partnerschaftsabkommen über die optimale landesweite Nutzung der europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESIF) in Bulgarien geschlossen. Insgesamt sollen für den Zeitraum von 2014 bis 2020 Fördermittel in einer Gesamthöhe von 7,6 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Außerdem erhält Bulgarien zusätzlich 2,3 Milliarden Euro für die Entwicklung des ländlichen Raums und 88 Millionen Euro für die Fischerei und den maritimen Sektor.

Die Fördergelder stammen aus Mitteln der Kohäsionspolitik. Darin enthalten sind Mittel der Europäischen territorialen Zusammenarbeit und der Mittelzuweisung für die Beschäftigungsinitiative für junge Menschen. Zu den ESIF gehören europäische Fonds für regionale Entwicklung, Sozialfonds, der Kohäsionsfonds, Meeres- und Fischereifonds sowie Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Der Begriff Kohäsion steht in der Politik für den Zusammenhang zwischen Staaten und Regionen.
Die Gelder sollen dazu beitragen, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen und Bulgariens Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Auch die allgemeine und berufliche Bildung sollen gefördert, das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden.
Wie der EU-Kommissar für Regionalpolitik, Johannes Hahn, sagte, ist das übergeordnete Ziel jedoch „nicht Schnelligkeit, sondern Qualität“. Die bulgarische Bevölkerung solle „die Vorteile dieser Investitionen in Form einer besseren Lebensqualität direkt zu spüren bekommen“. Die Maßnahmen sollen der sozialen Ausgrenzung entgegenwirken und dazu beitragen, auf Dauer eine umweltfreundliche, ressourceneffiziente Wirtschaft zu entwickeln. Bulgarien sei bereits dabei, mit großen Schritten seinen Rückstand gegenüber dem übrigen Europa aufzuholen. Das Abkommen könne dem Land dabei helfen, hier weitere Fortschritte zu machen.
Ähnliche Abkommen der EU-Kommission existieren mit Frankreich, den Niederlanden und der Tschechischen Republik. Ziel der Vereinbarungen ist es, die finanziellen Mittel so effizient wie möglich zu einzusetzen.

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