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29.05.2015

Erwerbstätigkeit und Arbeitskräfte-Mobilität in der EU nehmen zu

Der Arbeitsmarkt in der Europäischen Union entwickelt sich positiv: Die Erwerbstätigenquote ist erstmals seit der Finanzkrise wieder angestiegen und erreicht inzwischen fast das Mindestziel der Europa-2020-Strategie. Im Jahr 2014 waren zudem deutlich mehr Frauen und Ältere erwerbstätig als in den Vorjahren.

Zugleich sind die EU-Bürger innerhalb der EU-Staaten deutlich mobiler geworden. Dies geht aus den Daten hervor, die Eurostat, das Statistische Amt der Europäischen Union, diesen Monat zum Thema „Arbeitsmarkt“ veröffentlicht hat.

75 Prozent Erwerbstätigkeit – das ist eines der Ziele der Strategie Europa 2020. Im Jahr 2014 ist die EU diesem Ziel wieder nähergekommen, wie die Europäische Arbeitskräfteerhebung zeigt: Die Gesamt-Erwerbstätigenquote der 20- bis 64-Jährigen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent an und lag bei 69,2 Prozent. Betrachtet man nur die erwerbstätigen Männer, lag der erreichte Wert sogar bereits bei 75 Prozent. Aber auch die Quote der Frauen steigt kontinuierlich an: Sie erreichte 2014 den Spitzenwert von 63,5 Prozent. Eine erhebliche Zunahme der erwerbstätigen Älteren zwischen 55 und 64 Jahren war ebenfalls zu verzeichnen. Die Quote in dieser Bevölkerungsgruppe stieg zwischen 2002 und 2014 von 38,4 auf 51,8 Prozent.

Mehr und mehr EU-Bürger verlassen ihr Heimatland, um in einem anderen EU-Staat zu leben und zu arbeiten. Zwischen 2012 und 2014 erhöhte sich die Mobilität der EU-Bürger um 12,4 Prozent, während die der Nicht-EU-Bürger jedoch sank. 41,2 Prozent der auswandernden EU-Bürger nahmen eine Arbeit im Vereinigten Königreich auf, 21,6 Prozent in Deutschland, 7,7 Prozent in Belgien und 4,5 Prozent in Österreich und Spanien. Die meisten Arbeitnehmer wanderten nicht allein aus: 1,8 Millionen Familienmitglieder zogen mit ihnen um.

Im Jahr 2014 lebten und arbeiteten insgesamt 7,3 Millionen EU-Bürger in einem anderen Mitgliedstaat sowie 7,9 Nicht-EU-Bürger in der Europäischen Union. Diese Arbeitskräfte machen 7 Prozent der Erwerbstätigenquote in der EU aus. Insgesamt waren durchschnittlich 69,2 Prozent der ausländischen Arbeitnehmer erwerbstätig. Dieser Wert war höher als der der Nicht-EU-Bürger (53,4 Prozent) und Staatsangehörigen (64,9 Prozent).

Die von Eurostat veröffentlichten Daten können Sie hier einsehen (Englisch).

Weiterführende Informationen zum Thema Arbeit und Soziales erhalten Sie in der Datenbank „Sozialkompass Europa“ unter www.sozialkompass.eu.

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