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Aktuelles

10.07.2015

Erweiterter Arbeitsmarktzugang für Kroaten auch in Deutschland

Seit dem 1. Juli 2015 benötigen kroatische Staatsbürger keine Arbeitsgenehmigung mehr, wenn sie in bestimmten EU-Ländern arbeiten oder eine Ausbildung machen wollen. Belgien, Zypern, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Italien, Luxemburg und Spanien haben beschlossen, kroatischen Bürgern von nun an uneingeschränkten Zugang zu ihren Arbeitsmärkten zu gewähren.

Ende Juni war die erste Phase der Übergangsregelungen für Arbeitskräfte aus Kroatien ausgelaufen. Bis dahin mussten die Mitgliedstaaten der EU-Kommission mitteilen, ob sie den Zugang zu Beschäftigung für weitere drei Jahre beschränken wollen. Österreich, Malta, die Niederlande, Slowenien und das Vereinigte Königreich behalten ihre Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit für weitere drei Jahre bei. Kroatien war zum 1. Juli 2013 der Europäischen Union beigetreten.

Kroaten, die in Deutschland arbeiten wollen, hatten bis zum 30. Juni 2015 noch eine Arbeitsgenehmigung vorlegen müssen. Ausgenommen von der Beschränkung waren Saisonkräfte, Akademiker und Auszubildende, die mindestens eine zweijährige Ausbildung in Deutschland absolvieren. Mit dem Stichtag fiel auch die bisherige Regelung weg, dass in Kroatien ansässige Firmen aus den Bereichen Baugewerbe, Gebäudereinigung oder Innendekoration keine Arbeitskräfte nach Deutschland entsenden durften.

Im Jahre 2014 waren etwa 93.000 Kroaten in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

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