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11.05.2018

Erasmus+ jetzt auch virtuell möglich


Zum bekannten EU-Programm Erasmus+ gibt es nun ein neues Online-Angebot, den „Virtuellen Erasmus+-Austausch“. Damit soll insbesondere der Austausch von jungen Europäern mit Gleichaltrigen aus den südlichen Nachbarstaaten der Europäischen Union (EU) gefördert werden.

Die virtuelle Plattform von Erasmus+ ist ein Projekt der Europäischen Kommission. In den kommenden zwei Jahren sollen mindestens 25.000 junge Menschen davon profitieren. Die Online-Variante von Erasmus+ ergänzt das traditionelle Angebot. Das bedeutet, dass die Teilnehmenden nicht reisen müssen, um von dem Programm zu profitieren. Als digitales (Lern)Werkzeug soll das virtuelle Erasmus+-Programm den interkulturellen Dialog weiterbringen. Auch die Fähigkeit zum kritischen Denken, Medienkompetenz, Fremdsprachenerwerb und Teamfähigkeit sollen besonders gefördert werden. Die Internet-Plattform ermöglicht es, unkompliziert, direkt und persönlich Kontakt zu Gleichaltrigen aus allen sozialen Schichten der teilnehmenden Länder aufzunehmen.

Der virtuelle Erasmus+-Austausch bietet moderierte Diskussionsrunden, transnationale Projekte, offene Online-Kurse und sogenannte Advocacy-Schulungen. Bei den Advocacy-Schulungen sollen die Teilnehmenden lernen, zu debattieren und durch Zuhören und Verstehen angemessen zu antworten. Dabei folgt das Programm dem Modell der parlamentarischen Debatte. Das Projekt richtet sich neben den 33 Erasmus+-Ländern auch an viele Länder des südlichen Mittelmeerraums – unter anderem Algerien, Ägypten, Israel, Marokko und Syrien. Es steht jungen Menschen, Jugendarbeitern, Studierenden und Hochschulangestellten offen, die an Hochschulprogrammen und Jugendprojekten teilnehmen. Bisher sind 50 Partnerschaften geschlossen worden.

Erasmus+ ist seit 2014 das Programm der Europäischen Kommission für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Es ist unter anderem der Nachfolger des Studienaustauschprogramms Erasmus, des Programms Comenius für Schulbildung und des Berufsbildungsprogramms Leonardo da Vinci. Damit vereinigt es alle derartigen EU-Programme auf europäischer und internationaler Ebene. Erasmus+ wird bis 2020 laufen. Die virtuelle Version von Erasmus+ befindet sich dieses Jahr in der Pilotphase. Bei Erfolg soll es bis 2019 verlängert werden.

Hier können Sie mehr über den virtuellen Erasmus+-Austausch erfahren.
Hier gelangen Sie direkt zum Projekt.

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