Aktuelles


16.06.2017

Ende der Roaminggebühren in der EU

Seit dem 15. Juni sind für Reisende in der Europäischen Union die Roaminggebühren weggefallen. Die europäischen Mobilfunkanbieter müssen nun für Anrufe, SMS und Datennutzung im EU-Ausland die gleichen Preise anbieten wie im Inland. Wer innerhalb der EU unterwegs ist, kann im Ausland seine Mobilgeräte nutzen, ohne dass dies teurer ist als zu Hause.

Die Gesprächsminuten, SMS und die Datenmenge, die im EU-Ausland verbraucht werden, werden nach dem nationalen Tarif abgerechnet oder vom nationalen Guthaben abgezogen, genauso wie im EU-Heimatland. Wer etwa mit einer deutschen SIM-Karte nach Österreich reist und von dort aus eine Nummer in Deutschland, Österreich oder einem anderen EU-Land anruft, muss dafür nur den Endkundenpreis seines deutschen Anbieters für Inlandsanrufe zahlen. Die neuen Regeln gelten künftig auch für Island, Norwegen und Liechtenstein. Für Telefonate ins EU-Ausland mit einer deutschen SIM-Karte von Deutschland aus sind aber wie bisher internationale Tarife gültig.

Der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, Parlamentspräsident Antonio Tajani und Maltas Premierminister Joseph Muscat nannten die Abschaffung der Roaminggebühren einen der größten und offensichtlichsten Erfolge der Europäischen Union.

Die neuen Regeln gelten für alle Nutzer dann, wenn sie mehr Zeit im Heimatland verbringen als im Ausland oder ihr Handy mehr zu Hause nutzen als im Ausland. Allerdings können die Mobilfunk-Anbieter eine Obergrenze für den Datenverbrauch festlegen, müssen ihre Kunden jedoch vorher darüber informieren. Damit soll verhindert werden, dass Europäer in ihrem Heimatland dauerhaft mit ausländischen Billig-Anbietern telefonieren oder im Internet surfen. Die Kommission schätzt, dass deutsche Handynutzer jedes Jahr durchschnittlich 144 Euro sparen dürften.

Weitere Informationen können Sie hier nachlesen.

Ein Factsheet in englischer Sprache können Sie hier herunterladen.

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