Aktuelles


25.08.2015

EGF soll ehemalige Opel- und Alitalia-Beschäftigte bei der Arbeitsuche unterstützen

Die Europäische Kommission will früheren Opel- und Alitalia-Mitarbeitern helfen, einen neuen Job zu finden. Dazu sollen 6,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für die Anpassung an die Globalisierung (EGF) nach Deutschland sowie 1,4 Millionen Euro nach Italien fließen. Diese finanzielle Förderung hat die EU-Kommission vorgeschlagen. Das Geld soll insgesamt 2.637 ehemaligen Opel-Angestellten und 184 ehemaligen Mitarbeitern der Fluggesellschaft Alitalia zugute kommen.

Die Opel-Mitarbeiter sowie Beschäftigte des ehemaligen Zulieferers Johnson Controls verloren ihre Arbeit, weil das Opel-Werk in Bochum zum 31. Dezember 2014 geschlossen werden musste. Ursache für die sinkenden Automobilverkäufe und die sich daraus ergebenden Werksschließungen und Umstrukturierungen in der Automobilbranche ist die weltweite Finanz-und Wirtschaftskrise.

Seit ihrer Entlassung arbeiten 2.637 Betroffene in Transfergesellschaften. Die EGF-Mittel sollen die Unterstützung dieser ehemaligen Mitarbeiter durch Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik und den Erwerb neuer Kompetenzen verbessern. Beantragt wurden die Hilfen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Wenn Europäischer Rat und Europäisches Parlament zustimmen, können bald 6,9 Millionen Euro aus dem EGF sowie 4,7 Millionen Euro aus dem deutschen Staatshaushalt für die Unterstützung der ehemaligen Arbeitnehmer eingesetzt werden.

Italien beantragte die EGF-Unterstützung, nachdem Alitalia 1.249 Arbeitnehmer hatte entlassen müssen. Grund für die Arbeitsplatzverluste war der rückläufige EU-Marktanteil am internationalen Passagierluftverkehr in den Jahren 2008 bis 2014 gewesen, gemessen an den Einnahmen pro Passagierkilometer.

Die 184 ehemaligen Arbeitnehmer, die am schwierigsten zu vermitteln sind, sollen Hilfe erhalten: Ihre Kompetenzen sollen bewertet werden, und sie sollen aktive Unterstützung bei der Arbeitsuche bekommen sowie Schulungen absolvieren. Außerdem werden Mobilitätskosten erstattet, falls sie an Fortbildungsmaßnahmen oder Maßnahmen teilnehmen, die zu einer Neueinstellung führen können.

Insgesamt belaufen sich die Kosten dieser Hilfen auf etwa 2,3 Millionen Euro. 1,4 Millionen soll der EGF bereitstellen; für die übrigen 0,9 Millionen Euro muss der italienische Staat aufkommen. Das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat müssen den Vorschlag noch annehmen, bevor das Geld ausgezahlt werden kann.

Der EGF soll Arbeitnehmern helfen, die aufgrund von Verwerfungen im Welthandel oder infolge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Arbeit verlieren. In den Jahren 2013 und 2014 konnte der EGF 27.610 Personen dabei unterstützen, eine neue Arbeitsmöglichkeit zu finden oder zu deren Weiterbildung beitragen. Dafür wurden mehr als 114,4 Millionen Euro für Maßnahmen in 13 EU-Mitgliedstaaten bereitgestellt. Ergänzt wurde diese Förderung durch 94,1 Millionen Euro aus nationalen Mitteln. Die Hilfen, die der EGF finanziert, zielen meistens auf Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit ab und auf Menschen, deren Arbeitsuche durch schwierige Voraussetzungen erschwert wird. In Deutschland haben seit Beginn der EGF-Förderungen bisher knapp 11.000 Arbeitnehmer von den Maßnahmen profitiert.

Weitere Infos zum EGF finden Sie hier.

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