Aktuelles


08.08.2016

Deutschland erhöht finanzielle Förderung für Auszubildende

Seit dem 1. August 2016 erhalten Auszubildende in Deutschland mehr Geld: Pünktlich zum neuen Ausbildungsjahr steigen die Sätze der Berufsausbildungsbeihilfe und des Ausbildungsgelds. Wer eine duale Berufsausbildung oder berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme absolviert, bekommt nun deutlich mehr finanzielle Hilfe.

Um rund 7 Prozent wurden die Bedarfssätze und die Einkommensfreibeträge für die beiden Leistungen erhöht. Damit die Auszubildenden die insgesamt gestiegenen Mietkosten besser bezahlen können, betrifft die Erhöhung insbesondere die Bedarfe für die Unterkunft: Sie erhalten bis zu 12 Prozent mehr Geld als im Vorjahr. Bisher konnten Auszubildende für die Kosten ihres Lebensunterhalts und der Unterkunft insgesamt bis zu 572 Euro bekommen. Nun können es bis zu 622 Euro sein. Die Leistung kann sich noch weiter erhöhen, beispielsweise um Kosten für Arbeitskleidung oder Fahrkosten. Darauf angerechnet werden die Ausbildungsvergütung sowie eventuell vorliegende Einkommen von Ehepartnern, eingetragenen Lebenspartnern und Eltern.

Die Berufsausbildungsbeihilfe können alle Auszubildenden erhalten. Anspruch auf Ausbildungsgeld haben junge Menschen mit Behinderungen, die sich in einer Berufsvorbereitung oder in einer behindertenspezifischen Ausbildung befinden. Junge Menschen bis 25 Jahre, die wegen ihrer Behinderung besondere Hilfen benötigen, erhalten so die Möglichkeit, einen Beruf zu erlernen. Ohne diese Hilfen – wie Begleitung, sonderpädagogische Unterstützung und Training sozialer Kompetenzen – wäre es für sie sonst nicht möglich, eine Ausbildung zu beginnen. Der praktische Teil findet in geeigneten Betrieben statt.

Auch die Zuschüsse für die Einstiegsqualifizierung steigen im Jahr 2016 an. Arbeitgeber können nun bis zu 231 Euro von den Agenturen für Arbeit und Jobcentern erhalten. Bisher waren es maximal 216 Euro gewesen.

Insgesamt stehen für diese Leistungen in Deutschland nun 62 Millionen Euro mehr pro Jahr zur Verfügung. Für den Rest des Jahres 2016 ist ein entsprechender Anteil veranschlagt.

Die höheren Leistungssätze wurden bereits mit dem Fünfundzwanzigsten Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) beschlossen. Nicht nur Auszubildende profitieren davon: Auch das BAFöG für Schüler und Studierende steigt in diesem Jahr um rund 7 Prozent an.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) informiert hier über das Thema Aus- und Weiterbildung

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz in voller Länge finden Sie hier.

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