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Aktuelles

03.07.2017

Deutsches Parlament beschließt Ehe für gleichgeschlechtliche Paare

Der Bundestag in Berlin hat die sogenannte Ehe für alle in Deutschland auf den Weg gebracht. Gleichgeschlechtliche Paare dürfen künftig genauso wie Mann und Frau heiraten und Kinder adoptieren. Der Bundesrat muss das Gesetz noch billigen.

Insgesamt stimmten 392 der 623 Abgeordneten für die Öffnung der Ehe. Der Gesetzentwurf der Länder erhielt damit eine deutliche Zustimmung. 2001 war in Deutschland nach langer Diskussion die eingetragene Lebenspartnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare eingeführt worden.

Deutschland ist damit das 14. Land in der Europäischen Union (EU), das die „Ehe für alle“ einführt. Die weltweit ersten gleichgeschlechtlichen Ehen wurden 2001 in den Niederlanden geschlossen. Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Island, Irland, Luxemburg, Norwegen, Portugal, Schweden und Spanien folgten später diesem Beispiel. Auch in England, Wales und Schottland können sich gleichgeschlechtliche Paare das Ja-Wort geben. In Nordirland ist dies bislang nicht möglich.

Insgesamt haben damit 14 EU-Länder die Ehe für alle eingeführt und dies mit dem Recht auf Adoption verbunden. In Österreich dürfen gleichgeschlechtliche Paare zwar nicht heiraten, haben aber das Adoptionsrecht.

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