Aktuelles


27.06.2017

Bundestag beschließt Rentenangleichung Ost-West

In Deutschland soll es bei der Berechnung der Rente ab 2025 keinen Unterschied mehr zwischen den alten und den neuen Bundesländern geben. Der Bundestag hat das Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz gebilligt und damit den Weg für die Angleichung freigemacht.

Vom 1. Juli 2018 an wird der aktuelle Rentenwert (Ost) in sieben Schritten an den im Westen geltenden Rentenwert angenähert. In einem ersten Schritt steigt er auf 95,8 Prozent des Westwertes, in den folgenden Jahren um jeweils 0,7 Prozent. Zum 1. Juli 2024 beträgt der aktuelle Rentenwert (Ost) dann 100 Prozent des Rentenwerts West.

Ab 2025 erfolgt die Rentenanpassung für ganz Deutschland damit auf Grundlage der gesamtdeutschen Lohnentwicklung. Die Angleichung wird auf die gesetzliche Unfallversicherung und die Alterssicherung der Landwirte übertragen. Auch die Beitragsbemessungsgrenzen werden schrittweise angepasst.

Zum 1. Juli dieses Jahres steigt die Rente im Westen Deutschlands um 1,90 Prozent, im Osten um 3,59 Prozent. Damit erhöht sich der aktuelle Rentenwert (Ost) um 3,59 Prozent auf insgesamt 95,7 Prozent des aktuellen Rentenwertes West.

Gesetzlich ist festgelegt, dass die Rentenanpassung der Lohnentwicklung folgt. Falls die Durchschnittslöhne in den neuen Bundesländern künftig schneller steigen, so dass die aktuellen Rentenwerte (Ost) ebenfalls schneller steigen als in den sieben Schritten vorgesehen, wird die Rente nach dem bisherigen Verfahren berechnet. Sollte sich also nach der Rentenformel für die neuen Länder ein höherer Wert ergeben als nach dem Angleichungsgesetz, wird eine Rente nach dem höheren Wert gezahlt.

Zum 1. Januar 1992 war die Alterssicherung der DDR mit dem Renten-Überleitungsgesetz in die gesetzliche Rentenversicherung der Bundesrepublik einbezogen worden. Nach dieser Regelung gelten für die neuen Bundesländer andere Berechnungsgrößen als für die alten Bundesländer, bis in ganz Deutschland einheitliche Einkommensverhältnisse erreicht sind.

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