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30.08.2017

Bildungszeiten deutscher Jugendlicher werden immer länger

Die Bildungszeiten von jungen Menschen in Deutschland haben sich verlängert. Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren, die noch als ledige Kinder bei ihren Eltern leben, blieben 2016 deutlich häufiger und länger im Bildungssystem als noch vor 20 Jahren.

Dies geht aus einer jetzt veröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamts hervor. Danach besuchten im vergangenen Jahr 84 Prozent der Jugendlichen in diesem Alter eine Schule oder Hochschule. Im Jahr 1996 waren es noch 74 Prozent gewesen, also 10 Prozent weniger. Den höheren Anteil führen die Statistiker unter anderem auf verlängerte Bildungszeiten zurück, die etwa durch gestiegene Zahlen von Studierenden zustande kommen.

Vergleicht man die Altersjahrgänge, zeigt sich, dass im Jahr 2016 von den 24-jährigen im Elternhaus lebenden Kindern etwas mehr als die Hälfte eine Schule oder Hochschule besuchte, nämlich 52 Prozent. Davon studierten 36 Prozent an Hochschulen. Vor 20 Jahren dagegen lag dieser Anteil noch mit 38 Prozent bei etwas über einem Drittel; davon machten die Hochschüler 28 Prozent aus.

Mädchen oder junge Frauen, die noch im Haushalt der Eltern lebten, besuchten dabei etwas häufiger eine Schule oder Hochschule als ihre männlichen Altersgenossen. Das gilt sowohl für das Jahr 2016 mit 87 Prozent zu 82 Prozent als auch für das Jahr 1996 mit damals 79 Prozent zu 69 Prozent.

Zugleich zeigte die Erhebung, dass etwas mehr Jugendliche aus städtischen Gebieten Schulen und Hochschulen besuchen als junge Menschen aus ländlichen Gebieten. So lag in Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern 2016 die Schüler- und Studenten-Quote in dieser Altersklasse mit 82 Prozent um 4 Prozent niedriger als in Gemeinden ab 500.000 Einwohnern mit 86 Prozent.

Der Mikrozensus ist eine repräsentative Haushaltsbefragung des Statistischen Bundesamts. Daran sind – anders als bei der Volkszählung – nur nach bestimmten Zufallskriterien ausgewählte Haushalte beteiligt. Befragt werden dabei rund 830.000 Personen in etwa 370.000 privaten Haushalten und Gemeinschaftsunterkünften Dies entspricht einem Prozent der Bevölkerung. Der Mikrozensus fasst unter der Rubrik Schulen allgemeinbildende und berufliche Schulen zusammen.

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