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Aktuelles

29.08.2016

Besserer Schutz für Kinder in Südosteuropa

Die Europäische Union und UNICEF haben ihre Partnerschaft zum besseren Schutz von Kindern in Südosteuropa ausgeweitet. Dem Bündnis gehört jetzt auch das European Disability Forum (EDF) an. Gemeinsam wollen sie die Rechte von Kindern stärken. Die nichtstaatliche Organisation EDF setzt sich insbesondere für die Rechte von Kindern mit Behinderungen ein.

Die Europäische Union (EU) und UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, arbeiten seit Jahren eng zusammen, um Kinder vor Gewalt zu schützen. Außerdem sollen Kinder mit Behinderungen besser in die Gesellschaft integriert werden. Ziel ist, jedes Kind – ob mit oder ohne Behinderung – vor psychischer und physischer Gewalt zu schützen. Seit 2011 umfasst diese Zusammenarbeit auch Länder, die der EU beitreten wollen. Darunter sind Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien und die Türkei. Kosovo, Montenegro und Mazedonien sollen sich demnächst anschließen.

Das European Disability Forum ist eine unabhängige Organisation und wurde 1996 gegründet. Sie wird von Menschen mit Behinderungen und deren Familien geleitet und unterstützt die Interessen von 80 Millionen Europäern mit Behinderungen.

Nach Erkenntnissen von UNICEF ist vor allem in Südosteuropa Gewalt gegenüber Kindern ein Problem. Über 50 Prozent der Kinder sind schon einmal physischer oder psychischer Gewalt ausgesetzt gewesen. In manchen Ländern sind es sogar bis zu 70 Prozent. Die Situation der Kinder mit Behinderungen ist sogar noch weitaus komplizierter: In vielen Familien wird ihnen verboten, die Schule zu besuchen. Teilweise sind sie nicht einmal bei den Behörden gemeldet und somit für den Staat gewissermaßen unsichtbar.

Dem Bündnis steht ein Budget von 5,89 Millionen Euro für die nächsten 3 Jahre zur Verfügung. 5 Millionen Euro davon kommen direkt von der EU. Ein Teil des Geldes soll kleinere Organisationen vor Ort unterstützen, um eine nachhaltige Verbesserung zu garantieren und konkret dort zu helfen, wo Hilfe für von Gewalt bedrohte Kinder benötigt wird.

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