Aktuelles


27.01.2017

Bessere Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre pflegenden Angehörigen

Die zweite Stufe des Pflegestärkungsgesetzes II ist seit Jahresbeginn in Kraft. Damit werden die Leistungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige in Deutschland ausgeweitet.

Erstmals erhalten alle Pflegebedürftigen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie von körperlichen, psychischen oder kognitiven Beeinträchtigungen betroffen sind. Statt der bisherigen drei Pflegestufen gibt es jetzt fünf Pflegegrade. Der Grad der Pflegebedürftigkeit wird mithilfe eines neuen Begutachtungsverfahrens ermittelt.

Die Pflegebedürftigkeit eines Menschen wird nicht mehr danach bemessen, wieviel Zeit für seine Versorgung notwendig ist. Sie richtet sich nun danach, wie selbständig der Betreffende ist und wie sehr er im Alltag auf Hilfe von anderen angewiesen ist.

Bei der Begutachtung werden sechs Bereiche untersucht: Mobilität, geistige und kommunikative Fähigkeiten, Verhalten, Selbstversorgung, Umgang mit Erkrankungen und Belastungen sowie soziale Kontakte. Demenzkranke haben Anspruch auf die gleichen Leistungen wie Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen.

Für pflegende Angehörige bringt die neue Regelung beispielsweise Verbesserungen beim Rentenanspruch. Sie müssen ihren Verwandten oder Partner künftig nur noch mindestens zehn Stunden pro Woche pflegen statt bisher 14 Stunden, um Rentenpunkte zu erhalten.

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