Aktuelles


30.11.2015

Bessere Bedingungen für Studierende aus Drittstaaten in der EU

Die Situation von Studierenden aus Drittstaaten in der Europäischen Union (EU) soll sich künftig verbessern. Insbesondere soll dies für die Bedingungen ihrer Einreise und den Aufenthalt gelten. Auch die Teilnahme an einem Schüleraustausch, einem bezahlten oder unbezahlten Praktikum, einem Freiwilligendienst oder die Ausübung einer Au-pair-Beschäftigung sollen einfacher werden. Drittstaatsangehörige sind nicht Staatsangehörige eines EU-Mitgliedstaates oder der EWR-Staaten sind.

Der Rat der EU und das EU-Parlament haben gemeinsam einen Text für eine entsprechende neue Richtlinie erarbeitet. Er sieht Verbesserungen gegenüber der momentanen Regelung vor. Die internationalen Studierenden sollen nach ihrem Studienabschluss in einem EU-Mitgliedstaat mindestens neun Monate im Land bleiben dürfen. Diese Zeit können sie nutzen, um einen Job zu suchen oder selbst ein Unternehmen zu gründen. Bisher durften die Absolventen nur sechs Monate bleiben.

Des Weiteren haben Studierende aus Drittstaaten künftig das Recht, 15 statt 10 Stunden pro Woche neben dem Studium zu arbeiten. Bei diesen Angaben handelt es sich allerdings um Mindeststandards; die einzelnen EU-Mitgliedstaaten können auch weitergehende Rechte einräumen.

Wenn internationale Studierende nach Abschluss ihres Studiums bleiben, bringt das nach Einschätzung der EU-Gremien viele Vorteile mit sich. Die Studierenden verfügen über eine hohe Qualifikation, sind bereits gut in das Land integriert und beherrschen die Landessprache. Außerdem müssen die Studienabschlüsse nicht extra anerkannt werden und häufig liegen bereits erste Arbeitserfahrungen in der EU vor.

Ein weiterer Vorteil von Studierenden aus Drittstaaten können ihr länderspezifisches Wissen und die Sprachkenntnisse sein, die bei dem Aufbau von internationalen Netzwerken von Nutzen sein können. Von dieser Vernetzung wiederum verspricht man sich nachhaltige positive Effekte auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beteiligten Ländern. Die heimische Wirtschaft und der öffentliche Haushalt profitieren ebenfalls von den qualifizierten Fachkräften, die im Land bleiben.

Die Richtlinie muss noch vom Rat und der Vollversammlung des Parlaments angenommen werden.

Die Pressemitteilung des Europäischen Parlaments in englischer Sprache finden Sie hier.

« Zurück zur Übersichtsseite

Aktuelles zum sozialen Europa

Die Datenbank “Sozialkompass Europa” bietet auf ihrer Website jetzt auch aktuelle News und Informationen zum Thema soziale Sicherung in der EU. Außerdem finden Sie wöchentlich online Neues rund um den Sozialkompass Europa. Diese Infos können Sie mit einem Newsreader lesen oder in Ihr Weblog einbinden.

Aktuelles abonnieren

Wenn Sie das Newsangebot des Sozialkompass Europa regelmäßig lesen möchten, können Sie es im Internet-Nachrichtenformat RSS (Really Simple Syndication) kostenlos erhalten. Klicken Sie dazu auf den unten stehenden Button und folgen Sie den weiteren Hinweisen. Detaillierte Informationen zum RSS-Feed des BMAS und den Nutzungsbedingungen finden Sie hier.

RSS Feed abonnieren RSS Feed abonnieren