Aktuelles


21.02.2017

Barrierefreiheit für Internetseiten von Behörden wird zur Pflicht

Öffentliche Stellen in allen EU-Mitgliedstaaten müssen ihre Internetseiten und Apps künftig leichter zugänglich für Menschen mit Behinderungen machen. Damit sollen blinde, gehörlose und schwerhörige Menschen und Ältere es künftig einfacher haben, solche Internet-Dienste und mobile Anwendungen zu nutzen oder sich darüber zu informieren.

Eine entsprechende Richtlinie der Europäischen Union ist Anfang Dezember veröffentlicht worden. Die Mitgliedstaaten haben von diesem Datum an 21 Monate lang Zeit, die Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen. Ein Jahr später müssen alle neuen Internetseiten die Regeln einhalten. Für ältere Internetseiten und Apps gibt es längere Übergangsfristen.

Um den Zugang zu Daten und Dienstleistungen im Internet zu erleichtern, müssen zum Beispiel für Bilder in Online-Angeboten alternativ Textbausteine verfügbar sein. Diese beschreiben den Inhalt der Bilder. Es soll aber auch leichter möglich sein, sich Webseiten vorlesen zu lassen oder sie zu durchblättern, ohne die Maus zu benutzen. So können mehr Menschen auf die digitalen Inhalte und Informationen zugreifen.

Die neuen Regelungen für Barrierefreiheit von Internet und mobilen Anwendungen gelten für alle Behörden, Verwaltungen, Krankenhäuser, Gerichte, Universitäten, Bibliotheken oder andere öffentliche Stellen und kommunale Betriebe in der Europäischen Gemeinschaft. Ausgenommen sind nur bestimmte Online-Dienste wie zum Beispiel Kartenmaterial oder Live-Mitschnitte.

Bei den barrierefreien Internetseiten und Apps öffentlicher Stellen wird es auch eine Möglichkeit für Nutzer geben, eventuelle Zugangsprobleme zu melden und die Dienste zu bewerten.

Den genauen Wortlaut der EU-Richtlinie über den barrierefreien Zugang zu Webseiten des öffentlichen Sektors können Sie hier nachlesen.

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