Aktuelles


25.01.2017

30 Jahre EU-Austauschprogramm Erasmus

Das Erasmus-Programm feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Bei einem Festakt in Berlin zum Auftakt des Jubiläumsjahres nannte EU-Bildungskommissar Tibor Navracsics das Programm die wichtigste Errungenschaft der Europäischen Union.

Seit 30 Jahren lernten europäische Studenten durch das Austausch-Programm andere Länder kennen. Dies habe viel für den Zusammenhalt in Europa getan, sagte Navracsics weiter. Doch das Projekt brauche noch mehr Mittel.

Erasmus begann ursprünglich im Jahr 1987 als Austauschprogramm, durch das Studierende einen Eindruck vom Leben im Ausland gewinnen und dort studieren konnten. Im Gründungsjahr nahmen europaweit 3.244 Studierende teil. Seitdem nutzten mehr als drei Millionen Studierende das Erasmus-Angebot. Allein aus Deutschland waren es zuletzt fast 40.000 Teilnehmer im Jahr. Beliebtestes Zielland ist Spanien, gefolgt von Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Die Spanier zieht es auch am häufigsten ins Ausland, danach folgen die Franzosen, Deutschen und Italiener.

Im Januar 2014 wurde das Programm erweitert und heißt seitdem Erasmus plus. Heute bietet es Einzelnen sowie Organisationen viele zusätzliche Möglichkeiten: So können sie zum Beispiel als Freiwillige oder Auszubildende ins Ausland gehen oder an gemeinsamen Projekten arbeiten. Der Sport hat sich zu einem wichtigen Teil von Erasmus plus entwickelt. Auch Aufenthalte außerhalb Europas werden gefördert.

Den Teilnehmern werden generell Studiengebühren erlassen. Außerdem erhalten sie ein Stipendium, das je nach Zielland variiert. Das aktuelle Erasmus-plus-Programm der EU – es läuft noch bis 2020 – soll insgesamt vier Millionen Studierenden, Praktikanten, Azubis und Hochschulangehörigen einen Auslandsaufenthalt ermöglichen. Dafür stellt die EU mehr als 14 Milliarden Euro für die allgemeine und berufliche Bildung sowie für den Jugend- und Sportaustausch zur Verfügung.

Eine Sonderförderung gibt es für Menschen mit Behinderungen. Projektträger, die Studierende, Graduierte oder Hochschulpersonal mit Behinderung ausgewählt haben, können bei der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit DAAD zusätzliche Mittel beantragen. So können die Teilnehmer die für den Auslandsaufenthalt anfallenden Kosten decken.

Der Name des Programms geht auf Erasmus von Rotterdam (1466-1536) zurück, einen Gelehrten aus der Epoche der Renaissance. Inzwischen ist es das weltweit größte Programm für Auslandsaufenthalte an Universitäten.

Hier erfahren Sie mehr über Erasmus plus.

Informationen zur Erasmus-plus-Förderung für Menschen mit Behinderungen finden Sie hier.

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